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Zwischen Stereotyp und Mythos Über das Bild des Hofjuden in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts

Zwischen Stereotyp und Mythos Über das Bild des Hofjuden in der deutschen Literatur des 19. und... ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 10/2000, H. l GABRIELE VON GLASENAPP Zwischen Stereotyp und Mythos Über das Bild des Hof juden in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts "Was ist denn ein Historiker? Ein Mann, der an der Hand von Fakten Gesetze der Entwicklung der Menschheit aufzuzeichnen sucht. Der Autor historischer Romane aber will [...] nichts dergleichen aufzeichnen, sondern nur sich und sein Weltbild." Lion Feuchtwanger "Man sieht, die Kulturgeschichte hat wenig Phantasie und gebiert selten neue Einfalle." Aus einer Rezension von Lion Feuchtwangers Roman JudSüß Im Verlauf ihrer gemeinsamen Geschichte ist das Verhältnis zwischen Historikern und Literaturwissenschaftlern immer wieder von gewissen Spannungen geprägt gewesen. Diese Spannungen beruhten im Wesentlichen auf einem sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts entwickelnden gemeinsamen Interesse an der Historizität der Dinge. Dieses Interesse begünstigte fast zeitgleich das Entstehen der modernen Geschichtswissenschaft auf der einen Seite, während auf literarischer Ebene sich das historische Genre in Form von meist dickleibigen Romanen, Erzählungen und Dramen der Vergangenheit annahm. Diese Literatur, die für sich ebenfalls das Epithethon "historisch" okkupierte, griff nur zu gerne auf die neuesten Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft zurück, ein Procedere, das in den Vorworten meist ausführlich dargelegt wurde und http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

Zwischen Stereotyp und Mythos Über das Bild des Hofjuden in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
Subject
Aufsätze
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
DOI
10.1515/asch.2000.10.1.177
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Abstract

ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 10/2000, H. l GABRIELE VON GLASENAPP Zwischen Stereotyp und Mythos Über das Bild des Hof juden in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts "Was ist denn ein Historiker? Ein Mann, der an der Hand von Fakten Gesetze der Entwicklung der Menschheit aufzuzeichnen sucht. Der Autor historischer Romane aber will [...] nichts dergleichen aufzeichnen, sondern nur sich und sein Weltbild." Lion Feuchtwanger "Man sieht, die Kulturgeschichte hat wenig Phantasie und gebiert selten neue Einfalle." Aus einer Rezension von Lion Feuchtwangers Roman JudSüß Im Verlauf ihrer gemeinsamen Geschichte ist das Verhältnis zwischen Historikern und Literaturwissenschaftlern immer wieder von gewissen Spannungen geprägt gewesen. Diese Spannungen beruhten im Wesentlichen auf einem sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts entwickelnden gemeinsamen Interesse an der Historizität der Dinge. Dieses Interesse begünstigte fast zeitgleich das Entstehen der modernen Geschichtswissenschaft auf der einen Seite, während auf literarischer Ebene sich das historische Genre in Form von meist dickleibigen Romanen, Erzählungen und Dramen der Vergangenheit annahm. Diese Literatur, die für sich ebenfalls das Epithethon "historisch" okkupierte, griff nur zu gerne auf die neuesten Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft zurück, ein Procedere, das in den Vorworten meist ausführlich dargelegt wurde und

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 2000

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