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Zwischen Integration und Segregation Zu den Bedingungen jüdischen Lebens in der vormodernen christlichen Gesellschaft

Zwischen Integration und Segregation Zu den Bedingungen jüdischen Lebens in der vormodernen... ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 J. FRIEDRICH BATTENBERG Zwischen Integration und Segregation Zu den Bedingungen jüdischen Lebens in der vormodernen christlichen Gesellschaft* Im Rahmen einer im Jahre 1770 verkündeten gemeinsamen Kirchenordnung sahen sich die Grafen von Erbach im Odenwald in Erweiterung einer älteren Schabbathverordnung von 1704 veranlaßt, zur Separierung bestehender geschäftlicher Kontakte zwischen ihren christlichen und jüdischen Untertanen an Sonn- und Feiertagen das Folgende wörtlich zu bestimmen:1 Weil man auch mit großem Mißfallen [hat] wahrnehmen müssen, daß an unsern christlichen Sonn-, Fest- und Feyertagen ein jeder ungescheuet in die Judenhäuser laufe und seine irdischen Angelegenheiten bey denselben verrichte, dieses aber selbst denen Juden, die auf ihre Sabbathe und durch Christi Zukunft ins Fleisch längst abolirte Mosaische Ceremonien so genau halten, zum Anstoß undÄrgerniß gereichen muß; so soll von nun anförohin kein Bürger, Untertan oder sonst jemand an Sonn- und Feyertagen bei 5 Gulden Strafe in eines Juden Haus gehen oder Dieser Text stellt die vor allem durch Fußnoten erweiterte und im Text teilweise umformulierte Fassung eines am 7. Mai 1996 in der Universität Mönchen gehaltenen Vertrags dar. Er basiert seinerseits teilweise auf einem am 28. Januar 1994 im Rahmen eines Kolloquiums http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

Zwischen Integration und Segregation Zu den Bedingungen jüdischen Lebens in der vormodernen christlichen Gesellschaft

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
Subject
Aufsätze
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
DOI
10.1515/asch.1996.6.2.421
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Abstract

ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 J. FRIEDRICH BATTENBERG Zwischen Integration und Segregation Zu den Bedingungen jüdischen Lebens in der vormodernen christlichen Gesellschaft* Im Rahmen einer im Jahre 1770 verkündeten gemeinsamen Kirchenordnung sahen sich die Grafen von Erbach im Odenwald in Erweiterung einer älteren Schabbathverordnung von 1704 veranlaßt, zur Separierung bestehender geschäftlicher Kontakte zwischen ihren christlichen und jüdischen Untertanen an Sonn- und Feiertagen das Folgende wörtlich zu bestimmen:1 Weil man auch mit großem Mißfallen [hat] wahrnehmen müssen, daß an unsern christlichen Sonn-, Fest- und Feyertagen ein jeder ungescheuet in die Judenhäuser laufe und seine irdischen Angelegenheiten bey denselben verrichte, dieses aber selbst denen Juden, die auf ihre Sabbathe und durch Christi Zukunft ins Fleisch längst abolirte Mosaische Ceremonien so genau halten, zum Anstoß undÄrgerniß gereichen muß; so soll von nun anförohin kein Bürger, Untertan oder sonst jemand an Sonn- und Feyertagen bei 5 Gulden Strafe in eines Juden Haus gehen oder Dieser Text stellt die vor allem durch Fußnoten erweiterte und im Text teilweise umformulierte Fassung eines am 7. Mai 1996 in der Universität Mönchen gehaltenen Vertrags dar. Er basiert seinerseits teilweise auf einem am 28. Januar 1994 im Rahmen eines Kolloquiums

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 1996

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