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Zur Problematik der Unterscheidung zwischen pränominalem Genitivattribut und getrennt geschriebenem Substantivkompositum im Frühneuhochdeutschen

Zur Problematik der Unterscheidung zwischen pränominalem Genitivattribut und getrennt... Daniel Solling (Uppsala) Zur Problematik der Unterscheidung zwischen pränominalem Genitivattribut und getrennt geschriebenem Substantivkompositum im Frühneuhochdeutschen 1. Einleitung Jeder, der sich mit der Substantivkomposition in älteren Sprachstufen des Deutschen beschäftigt, wird sich der Problematik der Unterscheidung zwi- schen pränominalem Genitivattribut und getrennt geschriebenem Subs- tantivkompositum bewusst sein. Zu entscheiden, welche substantivischen Wortkombinationen zu einer Substantivzusammensetzung zusammenzu- führen sind und welche eher eine Genitivkonstruktion ausmachen, ist eine komplexe Aufgabe. Dies betrifft v.a. das Frühneuhochdeutsche, was durch das folgende Beispiel veranschaulicht wird: (1) Summa / kein auge hats gesehen / kein ohr hats gehöret / es ist auch ins menschen hertz nie gestiegen / was Gott vns / vnd aller Christgleubigen / die er mit seines lieben Sons thewrem / rosenfarben blut / thewer erkaufft / erlöst / v 2 erworben vnd gewonnen / bereitet hat / (Vischer 1573: AIIII ). Es handelt sich hierbei um eine Art Konstruktion, die sich auf dem Weg von der Wortgruppe zum Substantivkompositum befi ndet (vgl. z. B. Pav- lov 1983). Der vorliegende Beitrag stellt einen praxisbezogenen Lösungs- ansatz für die Entscheidung der Zugehörigkeit der im Beispiel (1) veran- 1 Die diesem Beitrag zugrunde liegenden Beobachtungen resultieren seitens des Autors aus der Beschäftigung mit einem http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte de Gruyter

Zur Problematik der Unterscheidung zwischen pränominalem Genitivattribut und getrennt geschriebenem Substantivkompositum im Frühneuhochdeutschen

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © by Walter de Gruyter GmbH
ISSN
1869-7046
eISSN
1869-7046
DOI
10.1515/9783110236620.294
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Abstract

Daniel Solling (Uppsala) Zur Problematik der Unterscheidung zwischen pränominalem Genitivattribut und getrennt geschriebenem Substantivkompositum im Frühneuhochdeutschen 1. Einleitung Jeder, der sich mit der Substantivkomposition in älteren Sprachstufen des Deutschen beschäftigt, wird sich der Problematik der Unterscheidung zwi- schen pränominalem Genitivattribut und getrennt geschriebenem Subs- tantivkompositum bewusst sein. Zu entscheiden, welche substantivischen Wortkombinationen zu einer Substantivzusammensetzung zusammenzu- führen sind und welche eher eine Genitivkonstruktion ausmachen, ist eine komplexe Aufgabe. Dies betrifft v.a. das Frühneuhochdeutsche, was durch das folgende Beispiel veranschaulicht wird: (1) Summa / kein auge hats gesehen / kein ohr hats gehöret / es ist auch ins menschen hertz nie gestiegen / was Gott vns / vnd aller Christgleubigen / die er mit seines lieben Sons thewrem / rosenfarben blut / thewer erkaufft / erlöst / v 2 erworben vnd gewonnen / bereitet hat / (Vischer 1573: AIIII ). Es handelt sich hierbei um eine Art Konstruktion, die sich auf dem Weg von der Wortgruppe zum Substantivkompositum befi ndet (vgl. z. B. Pav- lov 1983). Der vorliegende Beitrag stellt einen praxisbezogenen Lösungs- ansatz für die Entscheidung der Zugehörigkeit der im Beispiel (1) veran- 1 Die diesem Beitrag zugrunde liegenden Beobachtungen resultieren seitens des Autors aus der Beschäftigung mit einem

Journal

Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichtede Gruyter

Published: Sep 15, 2011

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