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Zur althochdeutschen Musikterminologie

Zur althochdeutschen Musikterminologie Torsten Woitkowitz (Leipzig) Das Leipziger Althochdeutsche Wörterbuch (Karg-Gasterstädt/Frings 1952ff.) erfaßt das Wortgut des ältesten Deutsch aus der Zeit vom 8. bis zum 11. Jahrhundert und in abschriftlicher Überlieferung in bestimm- ten Fällen sogar bis zum 15. Jahrhundert. Darunter befi nden sich zahl- reiche Fachtermini. Sie entstammen besonders den Fächern der in der Klosterschule gelehrten septem artes literales. Die Bedeutungsermittlung bei Wörtern, die einem Fachwortschatz zuzurechnen sind, stellt einen Wörterbuchbearbeiter immer wieder vor Herausforderungen. Besondere Schwierigkeiten werfen die Texte und Textpassagen auf, die den Bereich der Musik betreffen. Sie sind häufi g nicht ohne weiteres zu verstehen, zumal sie vielfach mit griechisch-lateinischen Musiktermini durchsetzt sind, die noch dazu polysem sind. Das gleiche gilt für den lateinischen Vorlagentext, sofern er vorhanden ist. Zudem fehlt als Hilfsmittel ein ab- geschlossenes lateinisches Wörterbuch für Fachtermini der Musik. Glück- licherweise reicht das Münchner „Lexicon musicum Latinum medii aevi“ (Bernhard 1992ff.) inzwischen bis zum Buchstaben „L“. Aus der ganzen Fülle althochdeutscher Musiktermini sollen hier exem- plarisch nur die Berücksichtigung fi nden, die in den beiden Kernwerken mit althochdeutscher Musikterminologie enthalten sind. Hierbei handelt es sich um die vom Sankt Galler Klosterlehrer Notker dem Deutschen verfaßte Schrift „De musica“ (Piper 1882: 851–859; King/Tax 1996: 329– 346) http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © by Walter de Gruyter GmbH
ISSN
1869-7046
eISSN
1869-7046
DOI
10.1515/9783110236620.253
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Abstract

Torsten Woitkowitz (Leipzig) Das Leipziger Althochdeutsche Wörterbuch (Karg-Gasterstädt/Frings 1952ff.) erfaßt das Wortgut des ältesten Deutsch aus der Zeit vom 8. bis zum 11. Jahrhundert und in abschriftlicher Überlieferung in bestimm- ten Fällen sogar bis zum 15. Jahrhundert. Darunter befi nden sich zahl- reiche Fachtermini. Sie entstammen besonders den Fächern der in der Klosterschule gelehrten septem artes literales. Die Bedeutungsermittlung bei Wörtern, die einem Fachwortschatz zuzurechnen sind, stellt einen Wörterbuchbearbeiter immer wieder vor Herausforderungen. Besondere Schwierigkeiten werfen die Texte und Textpassagen auf, die den Bereich der Musik betreffen. Sie sind häufi g nicht ohne weiteres zu verstehen, zumal sie vielfach mit griechisch-lateinischen Musiktermini durchsetzt sind, die noch dazu polysem sind. Das gleiche gilt für den lateinischen Vorlagentext, sofern er vorhanden ist. Zudem fehlt als Hilfsmittel ein ab- geschlossenes lateinisches Wörterbuch für Fachtermini der Musik. Glück- licherweise reicht das Münchner „Lexicon musicum Latinum medii aevi“ (Bernhard 1992ff.) inzwischen bis zum Buchstaben „L“. Aus der ganzen Fülle althochdeutscher Musiktermini sollen hier exem- plarisch nur die Berücksichtigung fi nden, die in den beiden Kernwerken mit althochdeutscher Musikterminologie enthalten sind. Hierbei handelt es sich um die vom Sankt Galler Klosterlehrer Notker dem Deutschen verfaßte Schrift „De musica“ (Piper 1882: 851–859; King/Tax 1996: 329– 346)

Journal

Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichtede Gruyter

Published: Sep 15, 2011

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