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Wilna als Zentrum der jüdischen Parteiliteratur 1896 bis 1922

Wilna als Zentrum der jüdischen Parteiliteratur 1896 bis 1922 ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 10/2000, H. l SUSANNE MARTEN-FINNIS Wilna als Zentrum der jüdischen Parteiliteratur 1896 bis 1922 L Wilna - die Wiege der Jüdischen Presse im Russischen Reich Im jüdischen Bewußtsein hatte Wilna, oder das 'Litauische Jerusalem1, wie es von den osteuropäischen Juden genannt wurde, stets eine besondere emotioneile und symbolische Bedeutung. Wilna war Zentrum rabbinischer Gelehrsamkeit; es besaß Bibliotheken und Druckereien für religiöse wie säkulare Werke, Schulen, Synagogen und Jeshivot. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war Wilna nicht länger nur ein Zentrum jüdischer religiöser Traditionen, sondern auch Heimstätte der weltlichen Philosophie eines jüdischen Sozialismus. Nun soll im folgenden aber nicht von Wilna als Heimstätte rabbinischer Gelehrsamkeit die Rede sein, sondern von Wilna als Zentrum des jüdischen Pressewesens, mit einer Vielfalt, wie sie wohl kaum eine andere Stadt besaß. Charakteristisch für diese Presse war neben ihrer inhaltlichen Vielfalt ihre Mehrsprachigkeit: neben Jiddisch und Hebräisch auch Polnisch, Deutsch und Russisch. Eine vollständige Bibliographie fehlt bis heute.1 Die Anfertigung einer solchen Bibliographie ist eine lohnende Aufgabe in doppelter Hinsicht: Erstens gehört die Geschichte der ostjüdischen Presse Entstehung des jüdischen Pressewesens unter dem Einfluß der Haskala in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

Wilna als Zentrum der jüdischen Parteiliteratur 1896 bis 1922

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
Subject
Aufsätze
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
DOI
10.1515/asch.2000.10.1.203
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Abstract

ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 10/2000, H. l SUSANNE MARTEN-FINNIS Wilna als Zentrum der jüdischen Parteiliteratur 1896 bis 1922 L Wilna - die Wiege der Jüdischen Presse im Russischen Reich Im jüdischen Bewußtsein hatte Wilna, oder das 'Litauische Jerusalem1, wie es von den osteuropäischen Juden genannt wurde, stets eine besondere emotioneile und symbolische Bedeutung. Wilna war Zentrum rabbinischer Gelehrsamkeit; es besaß Bibliotheken und Druckereien für religiöse wie säkulare Werke, Schulen, Synagogen und Jeshivot. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war Wilna nicht länger nur ein Zentrum jüdischer religiöser Traditionen, sondern auch Heimstätte der weltlichen Philosophie eines jüdischen Sozialismus. Nun soll im folgenden aber nicht von Wilna als Heimstätte rabbinischer Gelehrsamkeit die Rede sein, sondern von Wilna als Zentrum des jüdischen Pressewesens, mit einer Vielfalt, wie sie wohl kaum eine andere Stadt besaß. Charakteristisch für diese Presse war neben ihrer inhaltlichen Vielfalt ihre Mehrsprachigkeit: neben Jiddisch und Hebräisch auch Polnisch, Deutsch und Russisch. Eine vollständige Bibliographie fehlt bis heute.1 Die Anfertigung einer solchen Bibliographie ist eine lohnende Aufgabe in doppelter Hinsicht: Erstens gehört die Geschichte der ostjüdischen Presse Entstehung des jüdischen Pressewesens unter dem Einfluß der Haskala in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts,

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 2000

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