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Von Harvard nach München: James Loeb und die Umkehr der amerikanischen Immigration

Von Harvard nach München: James Loeb und die Umkehr der amerikanischen Immigration ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Barbara Staudinger Von Harvard nach München: James Loeb und die Umkehr der amerikanischen Immigration 1 München ­ Stadt der Immigranten ­ Stadt der Juden? München ist nicht nur im Volksmund (»lauter Preissn«) eine Stadt von Zugezogenen ­ Immigranten, Frauen wie Männern, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Lebens in diese Stadt zogen. Heute gibt weniger als ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger München als Geburtsort an.1 Dies hat in erster Linie mit dem Wandel der Stadt zu tun. Von einer unbedeutenden mittelalterlichen Stadt entwickelte sich München als Residenzstadt der Wittelsbacher (ab 1623) bis zum 19. Jahrhundert zu einer ausstrahlenden Metropole, die ihre Glanzzeit ähnlich wie Wien um die Jahrhundertwende und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte.2 Das bayerische Finanz- und Wirtschaftszentrum ist insbesondere als Arbeitsplatz anziehend, und das nicht nur heute. Dass aber unter den nach München ziehenden Immigranten auch Juden und Jüdinnen waren, war nicht immer so. Nachdem die kleine mittelalterliche jüdische Gemeinde von Herzog Albrecht III. 1442 vertrieben worden war, durften sich Juden für lange Zeit nicht mehr in der Stadt ansiedeln.3 Diese Zahl stammt aus dem Katalog des Jüdischen Museums München (Auskunft des Statistischen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas de Gruyter

Von Harvard nach München: James Loeb und die Umkehr der amerikanischen Immigration

Aschkenas , Volume 17 (1) – Jan 1, 2009

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 by the
ISSN
1016-4987
eISSN
1865-9438
DOI
10.1515/ASCH.2009.147
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Abstract

ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Barbara Staudinger Von Harvard nach München: James Loeb und die Umkehr der amerikanischen Immigration 1 München ­ Stadt der Immigranten ­ Stadt der Juden? München ist nicht nur im Volksmund (»lauter Preissn«) eine Stadt von Zugezogenen ­ Immigranten, Frauen wie Männern, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Lebens in diese Stadt zogen. Heute gibt weniger als ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger München als Geburtsort an.1 Dies hat in erster Linie mit dem Wandel der Stadt zu tun. Von einer unbedeutenden mittelalterlichen Stadt entwickelte sich München als Residenzstadt der Wittelsbacher (ab 1623) bis zum 19. Jahrhundert zu einer ausstrahlenden Metropole, die ihre Glanzzeit ähnlich wie Wien um die Jahrhundertwende und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte.2 Das bayerische Finanz- und Wirtschaftszentrum ist insbesondere als Arbeitsplatz anziehend, und das nicht nur heute. Dass aber unter den nach München ziehenden Immigranten auch Juden und Jüdinnen waren, war nicht immer so. Nachdem die kleine mittelalterliche jüdische Gemeinde von Herzog Albrecht III. 1442 vertrieben worden war, durften sich Juden für lange Zeit nicht mehr in der Stadt ansiedeln.3 Diese Zahl stammt aus dem Katalog des Jüdischen Museums München (Auskunft des Statistischen

Journal

Aschkenasde Gruyter

Published: Jan 1, 2009

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