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»Verbotswidrige Einwanderung nach Deutschland«: Osteuropäische Juden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik

»Verbotswidrige Einwanderung nach Deutschland«: Osteuropäische Juden im Kaiserreich und in der... ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Jochen Oltmer »Verbotswidrige Einwanderung nach Deutschland«: Osteuropäische Juden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik Die Zuwanderung von ost-, ostmittel- und südosteuropäischen Jüdinnen und Juden in das deutsche Kaiserreich und die Weimarer Republik ist in der wissenschaftlichen Diskussion in vornehmlich zweierlei Hinsicht relativ breit beleuchtet worden: im Blick auf die zeitgenössische Perhorreszierung ihrer Zuwanderung in der politischen und publizistischen Diskussion als Masseneinwanderung, die zum Anstieg des Antisemitismus beigetragen und letztlich den Aufstieg des Nationalsozialismus gefördert habe, sowie im Blick auf die innerjüdische, vornehmlich religiös-kulturell und fürsorgerisch motivierte Debatte um die Aufnahme der ausländischen Juden in die deutsch-jüdische Gemeinschaft.1 Im Folgenden geht es um die Entwicklung der Aufnahme- und Integrationsbzw. Anti-Integrationspolitik der frühen Weimarer Republik. Ausgeleuchtet werden dabei vor allem zwei wesentliche Felder der politischen und publizistischen Diskussion: zum einen die Auseinandersetzungen um die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge als Problem der Formulierung asylpolitischer Grundsätze und zum anderen die Konflikte um ihre Integration als Problem der Arbeitsmarktpolitik. Vorangestellt wird im Rückgriff auf das Kaiserreich ein Überblick über die Entwicklung der jüdischen Zuwanderung in das Reich und die preußisch-deutsche Zuwanderungspolitik gegenüber dieser Gruppe seit den 1880er Jahren, die für die http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas de Gruyter

»Verbotswidrige Einwanderung nach Deutschland«: Osteuropäische Juden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik

Aschkenas , Volume 17 (1) – Jan 1, 2009

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 by the
ISSN
1016-4987
eISSN
1865-9438
DOI
10.1515/ASCH.2009.97
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Abstract

ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Jochen Oltmer »Verbotswidrige Einwanderung nach Deutschland«: Osteuropäische Juden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik Die Zuwanderung von ost-, ostmittel- und südosteuropäischen Jüdinnen und Juden in das deutsche Kaiserreich und die Weimarer Republik ist in der wissenschaftlichen Diskussion in vornehmlich zweierlei Hinsicht relativ breit beleuchtet worden: im Blick auf die zeitgenössische Perhorreszierung ihrer Zuwanderung in der politischen und publizistischen Diskussion als Masseneinwanderung, die zum Anstieg des Antisemitismus beigetragen und letztlich den Aufstieg des Nationalsozialismus gefördert habe, sowie im Blick auf die innerjüdische, vornehmlich religiös-kulturell und fürsorgerisch motivierte Debatte um die Aufnahme der ausländischen Juden in die deutsch-jüdische Gemeinschaft.1 Im Folgenden geht es um die Entwicklung der Aufnahme- und Integrationsbzw. Anti-Integrationspolitik der frühen Weimarer Republik. Ausgeleuchtet werden dabei vor allem zwei wesentliche Felder der politischen und publizistischen Diskussion: zum einen die Auseinandersetzungen um die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge als Problem der Formulierung asylpolitischer Grundsätze und zum anderen die Konflikte um ihre Integration als Problem der Arbeitsmarktpolitik. Vorangestellt wird im Rückgriff auf das Kaiserreich ein Überblick über die Entwicklung der jüdischen Zuwanderung in das Reich und die preußisch-deutsche Zuwanderungspolitik gegenüber dieser Gruppe seit den 1880er Jahren, die für die

Journal

Aschkenasde Gruyter

Published: Jan 1, 2009

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