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Unzeitige Reformation? Zu einer frühreformatorischen Kirchenordnung in Thüringen

Unzeitige Reformation? Zu einer frühreformatorischen Kirchenordnung in Thüringen Unzeitige Reformation? Zu einer frühreformatorischen Kirchenordnung in Thüringen Von Ernst Koch Dass die Wittenberger Reformation eine ihrer Wurzeln im ernestinisch-wet - tinischen Einflussbereich Thüringens gehabt hat, ist immer wieder beobachtet worden. Zu diesem Einflussbereich gehören auch politisch weniger bedeu - tende Herrschaftsgebiete, unter ihnen das Gebiet der Herren von Wildenfels und Schönkirchen mit der Herrschaft Ronneburg. Von ernestinisch-kursäch - sischen und reußischen Gebieten umschlossen, zwischen Altenburg und Gera gelegen, war die Herrschaft Ronneburg über Lehnsbeziehungen eng mit dem Kurfürstentum Sachsen verbunden. Anarg Herr zu Wildenfels, Schönkirchen und Ronneburg (um 1487–1539), gehörte zu den engen Vertrauten des Er - nestiners Friedrichs III. und seines Bruders Johann. Friedrich III. gehörte zu den Taufpaten Anargs. Er belehnte ihn 1517 mit Schloss und Stadt Ronne - burg und allen Dörfern und Gerichten unter Ausschluss des Jus circa sacra. Im Jahre 1518 stand sein Name auf der Liste der ernestinischen Räte. Kurfürst Johann wies ihm 1527 den Adel des Amtsbezirks Ronneburg als Vasallen zu. Anarg war Zeuge bei der Testamentslegung des Kurfürsten Johann im Hoch - sommer 1529. Als Visitator bei den frühen ernestinischen Kirchenvisitationen und in den reußischen Gebieten übte der Herr von Ronneburg Einfluss auf die Etablierung der Reformation in weiten Teilen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation History de Gruyter

Unzeitige Reformation? Zu einer frühreformatorischen Kirchenordnung in Thüringen

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Publisher
de Gruyter
Copyright
© 2018 by Gütersloher Verlagshaus
eISSN
2198-0489
DOI
10.14315/arg-2018-1090103
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Abstract

Unzeitige Reformation? Zu einer frühreformatorischen Kirchenordnung in Thüringen Von Ernst Koch Dass die Wittenberger Reformation eine ihrer Wurzeln im ernestinisch-wet - tinischen Einflussbereich Thüringens gehabt hat, ist immer wieder beobachtet worden. Zu diesem Einflussbereich gehören auch politisch weniger bedeu - tende Herrschaftsgebiete, unter ihnen das Gebiet der Herren von Wildenfels und Schönkirchen mit der Herrschaft Ronneburg. Von ernestinisch-kursäch - sischen und reußischen Gebieten umschlossen, zwischen Altenburg und Gera gelegen, war die Herrschaft Ronneburg über Lehnsbeziehungen eng mit dem Kurfürstentum Sachsen verbunden. Anarg Herr zu Wildenfels, Schönkirchen und Ronneburg (um 1487–1539), gehörte zu den engen Vertrauten des Er - nestiners Friedrichs III. und seines Bruders Johann. Friedrich III. gehörte zu den Taufpaten Anargs. Er belehnte ihn 1517 mit Schloss und Stadt Ronne - burg und allen Dörfern und Gerichten unter Ausschluss des Jus circa sacra. Im Jahre 1518 stand sein Name auf der Liste der ernestinischen Räte. Kurfürst Johann wies ihm 1527 den Adel des Amtsbezirks Ronneburg als Vasallen zu. Anarg war Zeuge bei der Testamentslegung des Kurfürsten Johann im Hoch - sommer 1529. Als Visitator bei den frühen ernestinischen Kirchenvisitationen und in den reußischen Gebieten übte der Herr von Ronneburg Einfluss auf die Etablierung der Reformation in weiten Teilen

Journal

Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation Historyde Gruyter

Published: Sep 1, 2018

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