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»»Unter Köönigen erwarb sie sich einen großßen Namen««: Karriere und Nachruhm der Unternehmerin Madame Kaulla (1739––1809)

»»Unter Köönigen erwarb sie sich einen großßen Namen««: Karriere und Nachruhm der Unternehmerin... ASCHKENAS – Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 2 Rotraud Ries »Unter Königen erwarb sie sich einen großen Namen«: Karriere und Nachruhm der Unternehmerin Madame Kaulla (1739 – 1809) Auf dem jüdischen Friedhof der kleinen hohenzollerschen Residenz Hechingen südlich von Tübingen steht ein klassizistischer Steinsarkophag vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Die hebräische Inschrift lautet in Ãœbersetzung: Hier ist geborgen Eine teure, reine Frau. Als Banner ihres Stammes wurde sie aufgestellt. Eine Herrin, die nach Gerechtigkeit strebte. Unter Königen erwarb sie sich einen großen Namen, an Weisheit und Rat war sie bedeutender als ein Mann. Ihr Haus zierte sie mit einem Namen, einen Namen für die Ewigkeit hat sie vererbt. Nur auf der stark beschädigten Rückseite des Sarkophags wird der Name dieser Frau genannt: Kaul, Tochter des Rafael.1 Bis heute hebt sich das dreiteilige Familienepitaph, zu dem der Steinsarkophag gehört, deutlich ab von den übrigen Grabsteinen auf dem Hechinger Friedhof. Nicht zu Unrecht, denn hier sind mit Madame Kaulla oder Kaule bat Raphael und ihrem Bruder Jakob Kaulla zwei der prominentesten Juden Südwestdeutschlands um 1800 bestattet. Die Inschriften der Kaulla-Grabanlage sind publiziert von Heinrich Kohring: Die Inschriften der Kaulla-Grabdenkmäler auf dem jüdischen Friedhof in Hechingen. Text http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
©© Max Niemeyer Verlag, 2009
ISSN
1016-4987
eISSN
1865-9438
DOI
10.1515/ASCH.2010.405
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Abstract

ASCHKENAS – Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 2 Rotraud Ries »Unter Königen erwarb sie sich einen großen Namen«: Karriere und Nachruhm der Unternehmerin Madame Kaulla (1739 – 1809) Auf dem jüdischen Friedhof der kleinen hohenzollerschen Residenz Hechingen südlich von Tübingen steht ein klassizistischer Steinsarkophag vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Die hebräische Inschrift lautet in Übersetzung: Hier ist geborgen Eine teure, reine Frau. Als Banner ihres Stammes wurde sie aufgestellt. Eine Herrin, die nach Gerechtigkeit strebte. Unter Königen erwarb sie sich einen großen Namen, an Weisheit und Rat war sie bedeutender als ein Mann. Ihr Haus zierte sie mit einem Namen, einen Namen für die Ewigkeit hat sie vererbt. Nur auf der stark beschädigten Rückseite des Sarkophags wird der Name dieser Frau genannt: Kaul, Tochter des Rafael.1 Bis heute hebt sich das dreiteilige Familienepitaph, zu dem der Steinsarkophag gehört, deutlich ab von den übrigen Grabsteinen auf dem Hechinger Friedhof. Nicht zu Unrecht, denn hier sind mit Madame Kaulla oder Kaule bat Raphael und ihrem Bruder Jakob Kaulla zwei der prominentesten Juden Südwestdeutschlands um 1800 bestattet. Die Inschriften der Kaulla-Grabanlage sind publiziert von Heinrich Kohring: Die Inschriften der Kaulla-Grabdenkmäler auf dem jüdischen Friedhof in Hechingen. Text

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Feb 1, 2010

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