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Stadt, Land und Busch

Stadt, Land und Busch Krieg, Identität und kulturelle Landschaft in Süd-Ost-Angola.1 von Inge Brinkman Unter den zahlreichen Erklärungen zum Bürgerkrieg in Angola sind zwei wichtige Paradigmen in den Debatten der Akademiker, Politiker und Journalisten über Angola besonders verbreitet. Beim ersten werden ideologische Differenzen zwischen den kämpfenden Gruppen als Schlüssel zum Verständnis der Kriegsursachen angeführt. Seit dem ,,Ende der Ideologien" hat jedoch eine ältere Erklärung, die den Krieg insbesondere mit Differenzen der ethnischen Identität in Zusammenhang bringt, wieder an Bedeutung gewonnen. 2 In einer ausgewogeneren Interpretation untersucht David Birmingham das koloniale Erbe des Regionalismus in Angola genauer. Diesen Faktor verbindet er mit der Kolonialpolitik der Zwangsarbeit und mit der Opposition des weißen südafrikanischen Nationalismus', macht die Wurzeln des Kriegs jedoch hauptsächlich an den ökonomischen Unterschieden und der unterschiedlichen Entwicklung der Eliten in den drei Regionen Angolas fest. 3 In ähnlicher Weise sieht Christine Messiant die Ursache des Konflikts in kulturellen und sozialen Differenzen zwischen den verschiedenen angolanischen Eliten. 4 Birmingham hat die Diskussion jedoch weiter geführt: Er setzt die Geschichte angolanischer Eliten mit der Sprachenpolitik und einem wachsenden Konflikt zwischen Stadt und Land in Beziehung. 5 1 Danksagung: Die Untersuchungen zu diesem Artikel wurden im Rahmen des SFB-Projekts ACACIA der Universität Köln durchgeführt. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Historische Anthropologie de Gruyter

Stadt, Land und Busch

Historische Anthropologie , Volume 8 (3) – Dec 1, 2000

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2000 by the
ISSN
0942-8704
eISSN
2194-4032
DOI
10.7788/ha.2000.8.3.383
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Abstract

Krieg, Identität und kulturelle Landschaft in Süd-Ost-Angola.1 von Inge Brinkman Unter den zahlreichen Erklärungen zum Bürgerkrieg in Angola sind zwei wichtige Paradigmen in den Debatten der Akademiker, Politiker und Journalisten über Angola besonders verbreitet. Beim ersten werden ideologische Differenzen zwischen den kämpfenden Gruppen als Schlüssel zum Verständnis der Kriegsursachen angeführt. Seit dem ,,Ende der Ideologien" hat jedoch eine ältere Erklärung, die den Krieg insbesondere mit Differenzen der ethnischen Identität in Zusammenhang bringt, wieder an Bedeutung gewonnen. 2 In einer ausgewogeneren Interpretation untersucht David Birmingham das koloniale Erbe des Regionalismus in Angola genauer. Diesen Faktor verbindet er mit der Kolonialpolitik der Zwangsarbeit und mit der Opposition des weißen südafrikanischen Nationalismus', macht die Wurzeln des Kriegs jedoch hauptsächlich an den ökonomischen Unterschieden und der unterschiedlichen Entwicklung der Eliten in den drei Regionen Angolas fest. 3 In ähnlicher Weise sieht Christine Messiant die Ursache des Konflikts in kulturellen und sozialen Differenzen zwischen den verschiedenen angolanischen Eliten. 4 Birmingham hat die Diskussion jedoch weiter geführt: Er setzt die Geschichte angolanischer Eliten mit der Sprachenpolitik und einem wachsenden Konflikt zwischen Stadt und Land in Beziehung. 5 1 Danksagung: Die Untersuchungen zu diesem Artikel wurden im Rahmen des SFB-Projekts ACACIA der Universität Köln durchgeführt.

Journal

Historische Anthropologiede Gruyter

Published: Dec 1, 2000

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