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Rezensionen und Buchanzeigen

Rezensionen und Buchanzeigen ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 bei der Interpretation der Inhalte des kollektiven Gedächtnisses. Ein Bruch zwischen beiden, Geschichtsbewußtsein und Gedächtnis, habe sich zur Zeit der Anfänge der Judaistik im 19. Jh. ereignet, als mit dieser erstmalig eine eigenständige Geschichtsschreibung der Juden begründet wurde. Diese Vorerwägungen, die schließlich in der Konstruktion einer Möglichkeit von Gegengeschichte gegen die offizielle Geschichtsschreibung gipfeln, müssen im Auge behalten werden, wenn man dem Gedankengang des Autors durch die Jahrhunderte von der Antike bis zur Gegenwart folgt. In sieben chronologisch angeordneten Stationen verfolgt F. Probleme der biblischen und nachbiblischen Wahrnehmung von Geschichte (Kap. 2), der Exegese, des Rechts und des Geschichtsbewußtseins im Mittelalter, besonders zu Ibn Ezra und Nachmanides (Kap. 3), der Polemik, Apologetik und der Selbstreflexion in der Zeit des Humanismus (Kap. 4), der jüdischen Aufklärung (Haskalah), Reform und Modernisierung der Gesellschaft (Kap. 5), der Spätäußerungen der deutsch-jüdischen Philosophie, namentlich in Franz Rosenzweigs "Stern der Erlösung" (Kap. 6), der theologischen Antworten auf die Schoah (Kap. 7) und schließlich der modernen jüdischen Geschichtsschreibung in der Krise (Kap. 8). Um die Reichhaltigkeit der - jeweils durch ausführliche Literaturnachweise belegten - Reflexionen und ihre Fruchtbarkeit für den historiographischen Diskurs deutlich http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
DOI
10.1515/asch.1996.6.2.539
Publisher site
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Abstract

ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 bei der Interpretation der Inhalte des kollektiven Gedächtnisses. Ein Bruch zwischen beiden, Geschichtsbewußtsein und Gedächtnis, habe sich zur Zeit der Anfänge der Judaistik im 19. Jh. ereignet, als mit dieser erstmalig eine eigenständige Geschichtsschreibung der Juden begründet wurde. Diese Vorerwägungen, die schließlich in der Konstruktion einer Möglichkeit von Gegengeschichte gegen die offizielle Geschichtsschreibung gipfeln, müssen im Auge behalten werden, wenn man dem Gedankengang des Autors durch die Jahrhunderte von der Antike bis zur Gegenwart folgt. In sieben chronologisch angeordneten Stationen verfolgt F. Probleme der biblischen und nachbiblischen Wahrnehmung von Geschichte (Kap. 2), der Exegese, des Rechts und des Geschichtsbewußtseins im Mittelalter, besonders zu Ibn Ezra und Nachmanides (Kap. 3), der Polemik, Apologetik und der Selbstreflexion in der Zeit des Humanismus (Kap. 4), der jüdischen Aufklärung (Haskalah), Reform und Modernisierung der Gesellschaft (Kap. 5), der Spätäußerungen der deutsch-jüdischen Philosophie, namentlich in Franz Rosenzweigs "Stern der Erlösung" (Kap. 6), der theologischen Antworten auf die Schoah (Kap. 7) und schließlich der modernen jüdischen Geschichtsschreibung in der Krise (Kap. 8). Um die Reichhaltigkeit der - jeweils durch ausführliche Literaturnachweise belegten - Reflexionen und ihre Fruchtbarkeit für den historiographischen Diskurs deutlich

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 1996

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