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Neuland. Migration mitteleuropäischer Juden 1850–1920: Einführung und Kontexte

Neuland. Migration mitteleuropäischer Juden 1850–1920: Einführung und Kontexte ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Peter Rauscher Neuland. Migration mitteleuropäischer Juden 1850 ­ 1920: Einführung und Kontexte Auch wenn sie angesichts momentaner globaler Topthemen wie »Klimawandel«, »Lebensmittelknappheit« oder »Finanzkrise« etwas an medialer Strahlkraft verloren hat, ist Migration in ihren mannigfachen Erscheinungsformen ein weltpolitischer Dauerbrenner unserer Gegenwart. Egal ob an den europäischen Mittelmeerküsten strandende Afrikaner, palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, illegal in den USA lebende Mexikaner und ihre Familien, chinesische Arbeiterinnen und Arbeiter in der italienischen Textilindustrie, die Einschränkung der Freizügigkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den neuen Staaten der Europäischen Union, das Asylwesen, das »Flüchtlingselend« im sudanesischen Darfour ­ ständig berichten Medien von Bevölkerungsbewegungen meist dramatischen Ausmaßes und ihren Folgen. Gerade während der Niederschrift dieses Textes werden Pogrome junger Männer in den Elendsvierteln Südafrikas gegen Flüchtlinge aus Simbabwe gemeldet, bei denen Menschen verbrannt wurden.1 Hinzu kommen Debatten um die Gefahr, aber auch die Notwendigkeit von Zuwanderern als Fachkräfte für die Wirtschaft. Die politischen Schlussfolgerungen, die aus diesen Diskussionen gezogen werden, sind höchst unterschiedlich: In der Wiener Stadtzeitung »Falter« mahnte beispielsweise der deutsche Soziologe Ulrich Beck im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik und dem Schlepperwesen, überkommene Staatsvorstellungen zu überdenken: »In einer hochmobilen Welt ist http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas de Gruyter

Neuland. Migration mitteleuropäischer Juden 1850–1920: Einführung und Kontexte

Aschkenas , Volume 17 (1) – Jan 1, 2009

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 by the
ISSN
1016-4987
eISSN
1865-9438
DOI
10.1515/ASCH.2009.1
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Abstract

ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Peter Rauscher Neuland. Migration mitteleuropäischer Juden 1850 ­ 1920: Einführung und Kontexte Auch wenn sie angesichts momentaner globaler Topthemen wie »Klimawandel«, »Lebensmittelknappheit« oder »Finanzkrise« etwas an medialer Strahlkraft verloren hat, ist Migration in ihren mannigfachen Erscheinungsformen ein weltpolitischer Dauerbrenner unserer Gegenwart. Egal ob an den europäischen Mittelmeerküsten strandende Afrikaner, palästinensische Flüchtlingslager im Libanon, illegal in den USA lebende Mexikaner und ihre Familien, chinesische Arbeiterinnen und Arbeiter in der italienischen Textilindustrie, die Einschränkung der Freizügigkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den neuen Staaten der Europäischen Union, das Asylwesen, das »Flüchtlingselend« im sudanesischen Darfour ­ ständig berichten Medien von Bevölkerungsbewegungen meist dramatischen Ausmaßes und ihren Folgen. Gerade während der Niederschrift dieses Textes werden Pogrome junger Männer in den Elendsvierteln Südafrikas gegen Flüchtlinge aus Simbabwe gemeldet, bei denen Menschen verbrannt wurden.1 Hinzu kommen Debatten um die Gefahr, aber auch die Notwendigkeit von Zuwanderern als Fachkräfte für die Wirtschaft. Die politischen Schlussfolgerungen, die aus diesen Diskussionen gezogen werden, sind höchst unterschiedlich: In der Wiener Stadtzeitung »Falter« mahnte beispielsweise der deutsche Soziologe Ulrich Beck im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik und dem Schlepperwesen, überkommene Staatsvorstellungen zu überdenken: »In einer hochmobilen Welt ist

Journal

Aschkenasde Gruyter

Published: Jan 1, 2009

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