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Neuer Wein für neue Schläuche!

Neuer Wein für neue Schläuche! 4 i-com 2/2004 Gasteditorial „E-Learning nutzt die Möglichkeiten des Konzept zur zeit- und ortsübergreifen- kann. Lernen wird hier mit spielerischen Internets nicht!“ „Lernplattformen bil- den Integration der Lehr- und Lernpro- Elementen kombiniert. Im Beitrag von den nur veraltete Ansätze wie den Fron- zesse vor. A. Carell, T. Herrmann, U. Glowalla, G. Glowalla und S. Görlich talunterricht technisch nach!“ Diese Ein- A. Kienle und H. Schneider gehen in ih- werden positive Erfahrungen mit der wände hat man schon öfter gehört und rem Beitrag der Frage nach, wie kollabo- Kombination von Vorlesungen und in der Tat scheinen die Entwickler vieler rative Lernprozesse durch Moderation E-Learning-Komponenten berichtet. Die E-Learning-Lösungen die jahrzehntelan- unterstützt werden können, ohne je- Besprechung des Begriffs „Digitaler Hör- ge Erfahrung mit computerunterstütz- doch die erwünschte Selbststeuerung saal“ von H. Bär, G. Rößling, C.-M. Choi, tem Lernen ebenso wie die aktuellen der Gruppe allzu sehr zu reglementie- und M. Mühlhäuser geht noch einen Forschungsergebnisse häufig zu ignorie- ren. Mit CURE demonstrieren J. Haake, Schritt weiter. Der digitale Hörsaal bietet ren. Eine Folge: Der Hype um E-Learning T. Schümmer, M. Bourimi, B. Landgraf eine Infrastruktur für computerunter- ist ebenso schnell aufgekommen und und A. Haake ein Beispiel für eine Um- stützte Vorlesungen mit speziellen Funk- wieder abgeklungen, wie die Begeiste- gebung, in der Gruppen selbstorgani- tionen zur Präsentation, Annotation, In- rung über seine Vorläufer (programmier- siert gemeinsam lernen können. teraktion und Kommunikation zwischen ter Unterricht, computerunterstützter Jede Lernumgebung reflektiert ein Lehrenden und Studierenden. Unterricht, intelligente tutorielle Syste- bestimmtes didaktisches Design, eine Die Beiträge in diesem Heft zeigen, me, computer-based training, multime- Lernsoftware kann nicht didaktisch dass hier aus den Erfahrungen der Ver- diales Lernen etc.). Zwar befinden wir „neutral“ sein. J. Zumbach, P. Starkloff gangenheit gelernt worden ist. Der uns aktuell in einer Phase der relativen und S. Schmitt geben in ihrem Beitrag Übergang vom individuellen zum koo- Ernüchterung, aber ich bin mir sicher, Hinweise, wie Motivation und didakti- perativen Lernen, die Überlegungen zur dass der nächste Hype nicht weit weg sches Design in E-Learning-Umgebun- didaktischen, software-ergonomischen ist. gen sinnvoll berücksichtigt werden kön- und geschlechtergerechten Gestaltung Das Forschungsgebiet E-Learning hat nen. Der Kurzbeitrag von A. Rickert und und die Integration von E-Learning und in den letzten Jahren eine Reihe wichti- G. Gidion stellt Beispiele zur Gestaltung traditionellen Lernszenarien sind viel ger Impulse aus verschiedenen Diszipli- von Lernmodulen im Sinne des hand- versprechende Elemente eines neuen nen erhalten. Neuartige (mobile) Endge- lungsorientierten Lernens vor. E-Learning, das wesentlich über die räte, didaktische Ansätze, Produktions- Ausgehend von didaktischen Überle- „Alter Wein in neuen Schläuchen“- und Geschäftsmodelle aber auch die gungen kommen M. Finck, M. Janneck Stufe bisheriger E-Learning-Ansätze verbesserte Ausstattung und Medien- und H. Oberquelle in ihrem Beitrag zu hinausgehen kann. kompetenz auf Seiten der Lehrenden drei grundlegenden software-ergonomi- Ich bedanke mich bei den Autorinnen und Lernenden erweitern das Potential schen Prinzipien für die Gestaltung von und Autoren, den Herausgebern der des E-Learning. Natürlich stellt dies E-Learning-Systemen. Der Kurzbeitrag i-com sowie dem Oldenbourg Wissen- gleichzeitig auch neue Herausforderun- von F. Jödick demonstriert am Beispiel der schaftsverlag für die hervorragende gen an die Gestaltung, die Entwicklung Gestaltung eines Werkzeugs für das Zusammenarbeit bei der Zusammenstel- und den Einsatz von E-Learning-Lösun- computervermittelte Rollenspiel wie koo- lung dieses Themenheftes und wünsche gen. perative Prozesse durch Prozess-Aware- allen Leserinnen und Lesern eine ge- Insgesamt wurden 33 Beiträge für dieses ness besser unterstützt werden können. winnbringende Lektüre! Themenheft E-Learning eingereicht und Hilfestellung zum Gender-Mainstrea- von je drei Experten begutachtet. Die ming bei der Gestaltung von Lernmodu- ausgewählten sechs Langbeiträge und len gibt der Kurzbeitrag von H. Wiesner, vier Kurzbeiträge stellen einige der neu- I. Zorn, H. Schelhowe, B. Baier und en Möglichkeiten vor und geben Hin- I. Ebkes. weise darauf, wie den alten und neuen E-Learning kann isoliert oder in enger Herausforderungen erfolgreich begeg- Verzahnung mit traditionellen Lernsze- net werden kann. narien (sog. Blended Learning) einge- Ein thematischer Schwerpunkt liegt setzt werden. Der Kurzbeitrag von beim kooperativen E-Learning oder G. Ströhlein beschreibt eine Anwen- Gastherausgeber Martin Wessner Computer-Supported Collaborative dung zur deskriptiven Statistik auf mobi- Learning (CSCL). Der Beitrag von len Geräten, die unabhängig zum indivi- Fraunhofer IPSI, Darmstadt S. Geißler, T. Hampel und R. Keil-Slawik duellen Lernen bestimmter statistischer Leiter Kooperative Umgebungen und stellt den virtuellen Wissensraum als Zusammenhänge eingesetzt werden E-Learning http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png i-com de Gruyter

Neuer Wein für neue Schläuche!

i-com , Volume 3 (2): 1 – Feb 1, 2004

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Publisher
de Gruyter
Copyright
© 2004 Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH
ISSN
2196-6826
eISSN
2196-6826
DOI
10.1524/icom.3.2.4.38342
Publisher site
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Abstract

4 i-com 2/2004 Gasteditorial „E-Learning nutzt die Möglichkeiten des Konzept zur zeit- und ortsübergreifen- kann. Lernen wird hier mit spielerischen Internets nicht!“ „Lernplattformen bil- den Integration der Lehr- und Lernpro- Elementen kombiniert. Im Beitrag von den nur veraltete Ansätze wie den Fron- zesse vor. A. Carell, T. Herrmann, U. Glowalla, G. Glowalla und S. Görlich talunterricht technisch nach!“ Diese Ein- A. Kienle und H. Schneider gehen in ih- werden positive Erfahrungen mit der wände hat man schon öfter gehört und rem Beitrag der Frage nach, wie kollabo- Kombination von Vorlesungen und in der Tat scheinen die Entwickler vieler rative Lernprozesse durch Moderation E-Learning-Komponenten berichtet. Die E-Learning-Lösungen die jahrzehntelan- unterstützt werden können, ohne je- Besprechung des Begriffs „Digitaler Hör- ge Erfahrung mit computerunterstütz- doch die erwünschte Selbststeuerung saal“ von H. Bär, G. Rößling, C.-M. Choi, tem Lernen ebenso wie die aktuellen der Gruppe allzu sehr zu reglementie- und M. Mühlhäuser geht noch einen Forschungsergebnisse häufig zu ignorie- ren. Mit CURE demonstrieren J. Haake, Schritt weiter. Der digitale Hörsaal bietet ren. Eine Folge: Der Hype um E-Learning T. Schümmer, M. Bourimi, B. Landgraf eine Infrastruktur für computerunter- ist ebenso schnell aufgekommen und und A. Haake ein Beispiel für eine Um- stützte Vorlesungen mit speziellen Funk- wieder abgeklungen, wie die Begeiste- gebung, in der Gruppen selbstorgani- tionen zur Präsentation, Annotation, In- rung über seine Vorläufer (programmier- siert gemeinsam lernen können. teraktion und Kommunikation zwischen ter Unterricht, computerunterstützter Jede Lernumgebung reflektiert ein Lehrenden und Studierenden. Unterricht, intelligente tutorielle Syste- bestimmtes didaktisches Design, eine Die Beiträge in diesem Heft zeigen, me, computer-based training, multime- Lernsoftware kann nicht didaktisch dass hier aus den Erfahrungen der Ver- diales Lernen etc.). Zwar befinden wir „neutral“ sein. J. Zumbach, P. Starkloff gangenheit gelernt worden ist. Der uns aktuell in einer Phase der relativen und S. Schmitt geben in ihrem Beitrag Übergang vom individuellen zum koo- Ernüchterung, aber ich bin mir sicher, Hinweise, wie Motivation und didakti- perativen Lernen, die Überlegungen zur dass der nächste Hype nicht weit weg sches Design in E-Learning-Umgebun- didaktischen, software-ergonomischen ist. gen sinnvoll berücksichtigt werden kön- und geschlechtergerechten Gestaltung Das Forschungsgebiet E-Learning hat nen. Der Kurzbeitrag von A. Rickert und und die Integration von E-Learning und in den letzten Jahren eine Reihe wichti- G. Gidion stellt Beispiele zur Gestaltung traditionellen Lernszenarien sind viel ger Impulse aus verschiedenen Diszipli- von Lernmodulen im Sinne des hand- versprechende Elemente eines neuen nen erhalten. Neuartige (mobile) Endge- lungsorientierten Lernens vor. E-Learning, das wesentlich über die räte, didaktische Ansätze, Produktions- Ausgehend von didaktischen Überle- „Alter Wein in neuen Schläuchen“- und Geschäftsmodelle aber auch die gungen kommen M. Finck, M. Janneck Stufe bisheriger E-Learning-Ansätze verbesserte Ausstattung und Medien- und H. Oberquelle in ihrem Beitrag zu hinausgehen kann. kompetenz auf Seiten der Lehrenden drei grundlegenden software-ergonomi- Ich bedanke mich bei den Autorinnen und Lernenden erweitern das Potential schen Prinzipien für die Gestaltung von und Autoren, den Herausgebern der des E-Learning. Natürlich stellt dies E-Learning-Systemen. Der Kurzbeitrag i-com sowie dem Oldenbourg Wissen- gleichzeitig auch neue Herausforderun- von F. Jödick demonstriert am Beispiel der schaftsverlag für die hervorragende gen an die Gestaltung, die Entwicklung Gestaltung eines Werkzeugs für das Zusammenarbeit bei der Zusammenstel- und den Einsatz von E-Learning-Lösun- computervermittelte Rollenspiel wie koo- lung dieses Themenheftes und wünsche gen. perative Prozesse durch Prozess-Aware- allen Leserinnen und Lesern eine ge- Insgesamt wurden 33 Beiträge für dieses ness besser unterstützt werden können. winnbringende Lektüre! Themenheft E-Learning eingereicht und Hilfestellung zum Gender-Mainstrea- von je drei Experten begutachtet. Die ming bei der Gestaltung von Lernmodu- ausgewählten sechs Langbeiträge und len gibt der Kurzbeitrag von H. Wiesner, vier Kurzbeiträge stellen einige der neu- I. Zorn, H. Schelhowe, B. Baier und en Möglichkeiten vor und geben Hin- I. Ebkes. weise darauf, wie den alten und neuen E-Learning kann isoliert oder in enger Herausforderungen erfolgreich begeg- Verzahnung mit traditionellen Lernsze- net werden kann. narien (sog. Blended Learning) einge- Ein thematischer Schwerpunkt liegt setzt werden. Der Kurzbeitrag von beim kooperativen E-Learning oder G. Ströhlein beschreibt eine Anwen- Gastherausgeber Martin Wessner Computer-Supported Collaborative dung zur deskriptiven Statistik auf mobi- Learning (CSCL). Der Beitrag von len Geräten, die unabhängig zum indivi- Fraunhofer IPSI, Darmstadt S. Geißler, T. Hampel und R. Keil-Slawik duellen Lernen bestimmter statistischer Leiter Kooperative Umgebungen und stellt den virtuellen Wissensraum als Zusammenhänge eingesetzt werden E-Learning

Journal

i-comde Gruyter

Published: Feb 1, 2004

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