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Modul statt Monument? Zur Perspektive der historischen Lexikographie nach dem Abschluß der DWB-Neubearbeitung

Modul statt Monument? Zur Perspektive der historischen Lexikographie nach dem Abschluß der... Volker Harm/Marco Scheider (Göttingen/Berlin) Modul statt Monument? Zur Perspektive der historischen Lexikographie nach dem Abschluß der DWB-Neubearbeitung 1. Das Deutsche Wörterbuch und die Epochenwörterbücher Als die Erstausgabe des Deutschen Wörterbuchs von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm 1960 nach über 120 Jahren lexikographischer Arbeit endlich abgeschlossen werden konnte, war allen Beteiligten klar, daß das Werk in weiten Teilen einer grundlegenden Überarbeitung bedurfte, wenn es als ernstzunehmendes geisteswissenschaftliches Grundlagenwerk Bestand haben sollte. Unter Federführung von Theodor Frings und Hans Neumann beschloß die Deutsche Kommission der Berliner Akademie der Wissenschaften daher eine Neubearbeitung des Deutschen Wörterbuchs, die zunächst die am stärksten veraltete Buchstabenstrecke A bis F, welche noch weitgehend von den Brüdern Grimm stammte, zum Gegenstand haben sollte. Die anfangs veranschlagte Laufzeit des Projekts von 15 Jah- ren erwies sich angesichts der Größe des zu bearbeitenden Belegarchivs und vor allem auch angesichts der politischen Obstruktionen, denen das Vorhaben in der DDR ausgesetzt war, als nicht mehr haltbar. Nach den 50 Jahren, die seit Aufnahme der Arbeiten am DWB vergangen sind, ist der Abschluß des Vorhabens nunmehr in greifbare Nähe gerückt: 2012/2013 soll – zumindest nach den bisherigen Planungen – die bis dato noch bestehende Lücke im B und C geschlossen sein. Mit http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © by Walter de Gruyter GmbH
ISSN
1869-7046
eISSN
1869-7046
DOI
10.1515/9783110236620.179
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Abstract

Volker Harm/Marco Scheider (Göttingen/Berlin) Modul statt Monument? Zur Perspektive der historischen Lexikographie nach dem Abschluß der DWB-Neubearbeitung 1. Das Deutsche Wörterbuch und die Epochenwörterbücher Als die Erstausgabe des Deutschen Wörterbuchs von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm 1960 nach über 120 Jahren lexikographischer Arbeit endlich abgeschlossen werden konnte, war allen Beteiligten klar, daß das Werk in weiten Teilen einer grundlegenden Überarbeitung bedurfte, wenn es als ernstzunehmendes geisteswissenschaftliches Grundlagenwerk Bestand haben sollte. Unter Federführung von Theodor Frings und Hans Neumann beschloß die Deutsche Kommission der Berliner Akademie der Wissenschaften daher eine Neubearbeitung des Deutschen Wörterbuchs, die zunächst die am stärksten veraltete Buchstabenstrecke A bis F, welche noch weitgehend von den Brüdern Grimm stammte, zum Gegenstand haben sollte. Die anfangs veranschlagte Laufzeit des Projekts von 15 Jah- ren erwies sich angesichts der Größe des zu bearbeitenden Belegarchivs und vor allem auch angesichts der politischen Obstruktionen, denen das Vorhaben in der DDR ausgesetzt war, als nicht mehr haltbar. Nach den 50 Jahren, die seit Aufnahme der Arbeiten am DWB vergangen sind, ist der Abschluß des Vorhabens nunmehr in greifbare Nähe gerückt: 2012/2013 soll – zumindest nach den bisherigen Planungen – die bis dato noch bestehende Lücke im B und C geschlossen sein. Mit

Journal

Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichtede Gruyter

Published: Sep 15, 2011

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