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Jüdische Wege ins Bürgertum. Zu der gleichnamigen Monographie von Simone Lässig (2004)

Jüdische Wege ins Bürgertum. Zu der gleichnamigen Monographie von Simone Lässig (2004) ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Henry Wassermann Jüdische Wege ins Bürgertum Zu der gleichnamigen Monographie von Simone Lässig* 1 Jüdische Wege als Meilenstein in der Historiographie der Verbürgerlichung des deutschen Judentums Die Historiographie der Juden in der Neuzeit, die vor allem Graetz und Dubnow viel verdankt, betrachtet bis heute die Geschichte der Juden Deutschlands als erste Krise und ersten Höhepunkt: Hier kamen Juden als erste in Berührung mit der Moderne, die sie dann entscheidend mitformen sollten. Simone Lässig formuliert dies in >Jüdische Wege ins Bürgertum: Kulturelles Kapital und sozialer Aufstieg im 19. Jahrhunderts< folgendermaßen: [...] es gilt allerdings auch zu berücksichtigen, dass die Geschichte des modernen europäischen Judentums ­ pointiert formuliert ­ in Deutschland nicht nur endete, sondern hier auch begonnen hatte, dass der Ausgangspunkt des Ringens um eine Neubestimmung der jüdischen Existenz weder in den jungen bürgerlich-revolutionären Musterstaaten USA und Frankreich noch im tolerant-liberalen England, sondern im territorial zersplitterten, obrigkeitsstaatlich geprägten deutschen Kulturraum lag.1 Die Geschichte der Juden Deutschlands, die Geschichte jener Assimilation und Integration, wurde allgemein als äußerst erfolgreich betrachtet. Auch wiederholte Ausbrüche von Feindseligkeit konnten diesem Eindruck nichts anhaben. Die schlimmsten Ausbrüche dieser Art ereigneten sich nach der http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas de Gruyter

Jüdische Wege ins Bürgertum. Zu der gleichnamigen Monographie von Simone Lässig (2004)

Aschkenas , Volume 17 (1) – Jan 1, 2009

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 by the
ISSN
1016-4987
eISSN
1865-9438
DOI
10.1515/ASCH.2009.291
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Abstract

ASCHKENAS ­ Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 17/2007, H. 1 Henry Wassermann Jüdische Wege ins Bürgertum Zu der gleichnamigen Monographie von Simone Lässig* 1 Jüdische Wege als Meilenstein in der Historiographie der Verbürgerlichung des deutschen Judentums Die Historiographie der Juden in der Neuzeit, die vor allem Graetz und Dubnow viel verdankt, betrachtet bis heute die Geschichte der Juden Deutschlands als erste Krise und ersten Höhepunkt: Hier kamen Juden als erste in Berührung mit der Moderne, die sie dann entscheidend mitformen sollten. Simone Lässig formuliert dies in >Jüdische Wege ins Bürgertum: Kulturelles Kapital und sozialer Aufstieg im 19. Jahrhunderts< folgendermaßen: [...] es gilt allerdings auch zu berücksichtigen, dass die Geschichte des modernen europäischen Judentums ­ pointiert formuliert ­ in Deutschland nicht nur endete, sondern hier auch begonnen hatte, dass der Ausgangspunkt des Ringens um eine Neubestimmung der jüdischen Existenz weder in den jungen bürgerlich-revolutionären Musterstaaten USA und Frankreich noch im tolerant-liberalen England, sondern im territorial zersplitterten, obrigkeitsstaatlich geprägten deutschen Kulturraum lag.1 Die Geschichte der Juden Deutschlands, die Geschichte jener Assimilation und Integration, wurde allgemein als äußerst erfolgreich betrachtet. Auch wiederholte Ausbrüche von Feindseligkeit konnten diesem Eindruck nichts anhaben. Die schlimmsten Ausbrüche dieser Art ereigneten sich nach der

Journal

Aschkenasde Gruyter

Published: Jan 1, 2009

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