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Gespaltene Identitäten. Anmerkungen zum Beitrag von Thekla Keuck

Gespaltene Identitäten. Anmerkungen zum Beitrag von Thekla Keuck ASCHKENAS – Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 18/19 2008/2009, H. 2 Gunnar Och Gespaltene Identitäten Anmerkungen zum Beitrag von Thekla Keuck Was geht uns eigentlich diese Duellaffäre an, die gar keine gewesen ist, und deren Begleiterscheinungen für einige Wochen das Sommerloch im Berliner Stadtklatsch zu füllen vermochten? So könnte man polemisch fragen und würde doch sofort durch die große Zahl von Zeugnissen widerlegt, die die Ãœberlieferungsgeschichte dieses Ereignisses ausmachen.1 Schon Zeitgenossen wie Ludwig Robert, Heinrich Heine2 oder Varnhagen von Ense war der exzeptionelle Charakter der Vorgänge bewusst, und die neuere und neueste Forschungsliteratur hat sich dieser Einschätzung angeschlossen. Allerdings hat man sich fast immer auf Achim von Arnim und dessen judenfeindliche Ausfälle konzentriert,3 so dass der ganz auf Itzig ausgerichtete Vortrag von Thekla Keuck als willkommene Korrektur und Ergänzung vorgegebener Perspekti1 Zu dieser Ãœberlieferungsgeschichte siehe Stefan Nienhaus: Geschichte der deutschen Tischgesellschaft. Monographie und Textedition. Bd 1. Masch. Ms. (Habil.). Jena 2000, S. 272ff. 2 Heines – freilich indirekte – Anspielung auf die Affäre scheint der Forschung bislang entgangen zu sein. In einem die Platen-Polemik aus den Bädern von Lucca reflektierenden Brief an Karl August Varnhagen von Ense heißt es: »Ich zweifle, ob es mir gelungen, das http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas de Gruyter

Gespaltene Identitäten. Anmerkungen zum Beitrag von Thekla Keuck

Aschkenas , Volume (2) – Dec 1, 2010

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2010 by the
ISSN
1016-4987
eISSN
1865-9438
DOI
10.1515/asch.2009.019
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Abstract

ASCHKENAS – Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 18/19 2008/2009, H. 2 Gunnar Och Gespaltene Identitäten Anmerkungen zum Beitrag von Thekla Keuck Was geht uns eigentlich diese Duellaffäre an, die gar keine gewesen ist, und deren Begleiterscheinungen für einige Wochen das Sommerloch im Berliner Stadtklatsch zu füllen vermochten? So könnte man polemisch fragen und würde doch sofort durch die große Zahl von Zeugnissen widerlegt, die die Überlieferungsgeschichte dieses Ereignisses ausmachen.1 Schon Zeitgenossen wie Ludwig Robert, Heinrich Heine2 oder Varnhagen von Ense war der exzeptionelle Charakter der Vorgänge bewusst, und die neuere und neueste Forschungsliteratur hat sich dieser Einschätzung angeschlossen. Allerdings hat man sich fast immer auf Achim von Arnim und dessen judenfeindliche Ausfälle konzentriert,3 so dass der ganz auf Itzig ausgerichtete Vortrag von Thekla Keuck als willkommene Korrektur und Ergänzung vorgegebener Perspekti1 Zu dieser Überlieferungsgeschichte siehe Stefan Nienhaus: Geschichte der deutschen Tischgesellschaft. Monographie und Textedition. Bd 1. Masch. Ms. (Habil.). Jena 2000, S. 272ff. 2 Heines – freilich indirekte – Anspielung auf die Affäre scheint der Forschung bislang entgangen zu sein. In einem die Platen-Polemik aus den Bädern von Lucca reflektierenden Brief an Karl August Varnhagen von Ense heißt es: »Ich zweifle, ob es mir gelungen, das

Journal

Aschkenasde Gruyter

Published: Dec 1, 2010

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