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Geschichte der Juden in Löwenberg/Schlesien (bis 1453)

Geschichte der Juden in Löwenberg/Schlesien (bis 1453) ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 WERNER HAYEK Geschichte der Juden in Löwenberg/Schlesien (bis 1453) Einleitung (Arno Herzig) Der folgende Beitrag kommt ca. 60 Jahre nach seiner Entstehung zur Veröffentlichung. Verbunden ist damit ein Stück Wissenschaftsgeschichte der deutsch-jüdischen Historiographie. Sein Verfasser, Werner Hayek (geb. 1910 in Breslau), lebt heute als Pensionär in Haifa. Abgefaßt hat er diese Arbeit 1932/33 als Teil seines Dissertationsprojekts zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Löwenberg/Schlesien im Mittelalter bei dem damaligen Breslauer Ordinarius für mittelalterliche Geschichte Leo Santifaller (18901974). Einige Kapitel der Arbeit konnte der Verfasser bis 1933 abschließen und seinem Doktorvater vorlegen, die dieser akzeptierte. Als bald nach der Machtergreifung die Repressalien der Nationalsozialisten gegen Hayeks Familie begannen - so wurde sein Schwiegervater inhaftiert -, beschloß der Verfasser Ende des WS 1932/33, mit seiner Familie nach Palästina zu emigrieren. Dieser Entschluß entsprang zwar dem Zwang, dadurch seinen Schwiegervater freizubekommen, allerdings war Hayek schon vor 1933 überzeugter Zionist. Die Breslauer Cohn-Affäre von 1932 hatte der jurige Student als "Zeichen an der Wand11 verstanden und schätzte die Situation realistischer ein als sein Doktorvater, der ihm gegenüber im Frühjahr 1933 meinte, daß der "Spuk bald vorüber" sein werde, und ihm http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

Geschichte der Juden in Löwenberg/Schlesien (bis 1453)

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
Subject
Aufsätze
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
DOI
10.1515/asch.1996.6.2.295
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Abstract

ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 WERNER HAYEK Geschichte der Juden in Löwenberg/Schlesien (bis 1453) Einleitung (Arno Herzig) Der folgende Beitrag kommt ca. 60 Jahre nach seiner Entstehung zur Veröffentlichung. Verbunden ist damit ein Stück Wissenschaftsgeschichte der deutsch-jüdischen Historiographie. Sein Verfasser, Werner Hayek (geb. 1910 in Breslau), lebt heute als Pensionär in Haifa. Abgefaßt hat er diese Arbeit 1932/33 als Teil seines Dissertationsprojekts zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Löwenberg/Schlesien im Mittelalter bei dem damaligen Breslauer Ordinarius für mittelalterliche Geschichte Leo Santifaller (18901974). Einige Kapitel der Arbeit konnte der Verfasser bis 1933 abschließen und seinem Doktorvater vorlegen, die dieser akzeptierte. Als bald nach der Machtergreifung die Repressalien der Nationalsozialisten gegen Hayeks Familie begannen - so wurde sein Schwiegervater inhaftiert -, beschloß der Verfasser Ende des WS 1932/33, mit seiner Familie nach Palästina zu emigrieren. Dieser Entschluß entsprang zwar dem Zwang, dadurch seinen Schwiegervater freizubekommen, allerdings war Hayek schon vor 1933 überzeugter Zionist. Die Breslauer Cohn-Affäre von 1932 hatte der jurige Student als "Zeichen an der Wand11 verstanden und schätzte die Situation realistischer ein als sein Doktorvater, der ihm gegenüber im Frühjahr 1933 meinte, daß der "Spuk bald vorüber" sein werde, und ihm

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 1996

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