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Frühneuzeitlicher Fachwortschatz aus Siebenbürgen und seine Entwicklung

Frühneuzeitlicher Fachwortschatz aus Siebenbürgen und seine Entwicklung Dana Janetta Dogaru (Hermannstadt/Sibiu) Frühneuzeitlicher Fachwortschatz aus Siebenbürgen und seine Entwicklung 1. Einleitung Fachwörter sind sprachliche Ausdrücke mit einer speziellen Bedeutung, die kontextabhängig gebraucht werden und im Gegensatz zu gemeinsprach- lichen Wörtern auf der Ausdrucksseite exakt und semantisch eindeutig sind; sie ermöglichen eine präzise und ökonomische Verständigung über bestimmte Gegenstands- und Sachbereiche (vgl. Fluck 1996: 12). Aus ihrer Fachbezogenheit resultiert, dass sie in erster Linie von Fachleuten in Fachgesprächen und in Fachpublikationen verwendet werden (vgl. Nie- derhauser 1999: 57). In unterschiedlichen Kontexten können sie unter- schiedliche Bedeutungen aufweisen. „Alltagssprachliche“ Alternativen zum Gebrauch eines Fachwortschatzes sind ausführliche Umschreibungen der mit Fachwörtern bezeichneten Sachverhalte. Sicherlich sind auch Fachwör- ter in den Gemeinwortschatz übergegangen und erfordern keine Bedeu- tungserklärung. Die Erfahrung, in einem Fachwörterbuch nachschlagen zu müssen, wenn man nicht vom Fach ist, ist jedoch eine durchaus häufi ge, da gegenwärtig der Anteil der Spezialwörter im Sprachgebrauch steigt, darunter auch fremdsprachiger, besonders englischsprachiger Wörter. Beim Lesen historischer Fachtexte verhält es sich ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Fremdwörter Latinismen sind. Hinzu gesellt sich ein weiteres Verständigungsproblem, das mit den sich ständig in Entwicklung und Veränderung befi ndlichen Gegenständen der Wissenschaft bzw. Tech- nik zusammenhängt. So unterliegen vor allem die handwerklichen Fach- sprachen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © by Walter de Gruyter GmbH
ISSN
1869-7046
eISSN
1869-7046
DOI
10.1515/9783110236620.224
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Abstract

Dana Janetta Dogaru (Hermannstadt/Sibiu) Frühneuzeitlicher Fachwortschatz aus Siebenbürgen und seine Entwicklung 1. Einleitung Fachwörter sind sprachliche Ausdrücke mit einer speziellen Bedeutung, die kontextabhängig gebraucht werden und im Gegensatz zu gemeinsprach- lichen Wörtern auf der Ausdrucksseite exakt und semantisch eindeutig sind; sie ermöglichen eine präzise und ökonomische Verständigung über bestimmte Gegenstands- und Sachbereiche (vgl. Fluck 1996: 12). Aus ihrer Fachbezogenheit resultiert, dass sie in erster Linie von Fachleuten in Fachgesprächen und in Fachpublikationen verwendet werden (vgl. Nie- derhauser 1999: 57). In unterschiedlichen Kontexten können sie unter- schiedliche Bedeutungen aufweisen. „Alltagssprachliche“ Alternativen zum Gebrauch eines Fachwortschatzes sind ausführliche Umschreibungen der mit Fachwörtern bezeichneten Sachverhalte. Sicherlich sind auch Fachwör- ter in den Gemeinwortschatz übergegangen und erfordern keine Bedeu- tungserklärung. Die Erfahrung, in einem Fachwörterbuch nachschlagen zu müssen, wenn man nicht vom Fach ist, ist jedoch eine durchaus häufi ge, da gegenwärtig der Anteil der Spezialwörter im Sprachgebrauch steigt, darunter auch fremdsprachiger, besonders englischsprachiger Wörter. Beim Lesen historischer Fachtexte verhält es sich ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Fremdwörter Latinismen sind. Hinzu gesellt sich ein weiteres Verständigungsproblem, das mit den sich ständig in Entwicklung und Veränderung befi ndlichen Gegenständen der Wissenschaft bzw. Tech- nik zusammenhängt. So unterliegen vor allem die handwerklichen Fach- sprachen

Journal

Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichtede Gruyter

Published: Sep 15, 2011

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