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Forschungs- und Literaturberichte

Forschungs- und Literaturberichte ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 SUSANNE MARTEN-FINNIS Im Zeichen des deutsch-jüdischen Dialogs: Schreiben für die Nachgeborenen Zwischen Weichsel und Wolga liegen die Schauplätze der im folgenden zu besprechenden Publikationen: persönliche Erinnerungen, Chroniken und Analysen. Aufgegriffen werden darin kontrovers diskutierte Themen wie 'Judentum und Katholizismus1, 'Judenfeindschaft und Sowjetsystem1 sowie die Problematik der Judenräte in den Ghettos von Wilna und Bialystok. Sämtliche Publikationen stehen im Zeichen des deutsch-jüdischen Dialogs, d.h. sie bringen dem deutschen Leser eine Realität nahe, die ihm aufgrund fehlender Übersetzungen bisher vorenthalten war. "Ich weiß, was die Leute von einem Juden denken, der sagt, er sei ein Freund des Oberhaupts der katholischen Kirche", soll Jerzy Kluger geantwortet haben, als Gian Franco Svidercoschi mit der Bitte um ein Interview an ihn herantrat. Doch schließlich willigte er ein. Die Geschichte beginnt damit, daß Kluger, der inzwischen in Italien lebt, 1989 in seine Heimatstadt Wadowice eingeladen wird, um bei der Enthüllung einer Gedenktafel dabei zu sein. Aber seine Vergangenheit als Pole und als Jude lastet zu schwer auf ihm. Nein, er würde nicht hinfahren. Doch dann kommt jener Brief von seinem Freund Karol Wojtyla1, mit dem er vor fünfzig Jahren in Wadowice das http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden de Gruyter

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Publisher
de Gruyter
Copyright
Copyright © 2009 Walter de Gruyter
ISSN
1016-4987
eISSN
1016-4987
DOI
10.1515/asch.1996.6.2.525
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Abstract

ASCHKENAS - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 6/1996, H. 2 SUSANNE MARTEN-FINNIS Im Zeichen des deutsch-jüdischen Dialogs: Schreiben für die Nachgeborenen Zwischen Weichsel und Wolga liegen die Schauplätze der im folgenden zu besprechenden Publikationen: persönliche Erinnerungen, Chroniken und Analysen. Aufgegriffen werden darin kontrovers diskutierte Themen wie 'Judentum und Katholizismus1, 'Judenfeindschaft und Sowjetsystem1 sowie die Problematik der Judenräte in den Ghettos von Wilna und Bialystok. Sämtliche Publikationen stehen im Zeichen des deutsch-jüdischen Dialogs, d.h. sie bringen dem deutschen Leser eine Realität nahe, die ihm aufgrund fehlender Übersetzungen bisher vorenthalten war. "Ich weiß, was die Leute von einem Juden denken, der sagt, er sei ein Freund des Oberhaupts der katholischen Kirche", soll Jerzy Kluger geantwortet haben, als Gian Franco Svidercoschi mit der Bitte um ein Interview an ihn herantrat. Doch schließlich willigte er ein. Die Geschichte beginnt damit, daß Kluger, der inzwischen in Italien lebt, 1989 in seine Heimatstadt Wadowice eingeladen wird, um bei der Enthüllung einer Gedenktafel dabei zu sein. Aber seine Vergangenheit als Pole und als Jude lastet zu schwer auf ihm. Nein, er würde nicht hinfahren. Doch dann kommt jener Brief von seinem Freund Karol Wojtyla1, mit dem er vor fünfzig Jahren in Wadowice das

Journal

Aschkenas - Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Judende Gruyter

Published: Jan 1, 1996

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