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Die Rolle des Matthäusevangeliums für Martin Luthers antijüdische Äußerungen: Eine Untersuchung seiner drei großen ‚Judenschriften‘

Die Rolle des Matthäusevangeliums für Martin Luthers antijüdische Äußerungen: Eine Untersuchung... Die Rolle des Matthäusevangeliums für Martin Luthers antijüdische Äußerungen: Eine Untersuchung seiner drei großen ,Judenschriften` Von Sören Swoboda I. EINFÜHRUNG Eine umfangreiche Erforschung von Luthers ,Judenschriften` ist angesichts der Gräuel des Dritten Reichs unausweichlich geboten, führt sich doch ein großer Teil der heutigen Christenheit auf eine Person zurück, dessen erklärtes Ziel die ,,judenfreie ... Gesellschaft" war. 1 Dass weniger Luthers theologische Ansichten in Bezug auf die Juden, wohl aber sein konkreter Umgang mit ihnen einem Wandel unterworfen waren, ist dabei ebenso unstrittig 2 wie die entsprechende 1. Vgl. Thomas Kaufmann, Luthers ,Judenschriften`. Ein Beitrag zu ihrer Kontextualisierung, Tübingen 2011, S. 140. Dass ein in Sorgfalt gewonnenes Urteil freilich jeglichen Schnellschüssen widersprechen muss, die darauf abzielen, direkte Linien zu ziehen zwischen Luthers Äußerungen über die Juden und den Verbrechen des Nationalsozialismus, steht auf einem anderen Blatt. ­ Die im Folgenden verwendeten Abkürzungen ,,WA", ,,WA.DB" und ,,WA.TR" beziehen sich auf die Weimarer Lutherausgabe. Sie stellt ­ wenn nicht explizit anders vermerkt ­ die Textgrundlage der vorliegenden Studie mit Blick auf Luthers Schriften dar: Martin Luther, Werke. Kritische Gesamtausgabe, Weimar 1883 ff. (ND: 2000­2007). 2. Vgl. Hans Joachim Hillerbrand, Martin Luther and the Jews, in: James H. Charlesworth (Hg.), Jews and http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation History de Gruyter

Die Rolle des Matthäusevangeliums für Martin Luthers antijüdische Äußerungen: Eine Untersuchung seiner drei großen ‚Judenschriften‘

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Publisher
de Gruyter
Copyright
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ISSN
2198-0489
eISSN
2198-0489
DOI
10.14315/arg-2015-0106
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Abstract

Die Rolle des Matthäusevangeliums für Martin Luthers antijüdische Äußerungen: Eine Untersuchung seiner drei großen ,Judenschriften` Von Sören Swoboda I. EINFÜHRUNG Eine umfangreiche Erforschung von Luthers ,Judenschriften` ist angesichts der Gräuel des Dritten Reichs unausweichlich geboten, führt sich doch ein großer Teil der heutigen Christenheit auf eine Person zurück, dessen erklärtes Ziel die ,,judenfreie ... Gesellschaft" war. 1 Dass weniger Luthers theologische Ansichten in Bezug auf die Juden, wohl aber sein konkreter Umgang mit ihnen einem Wandel unterworfen waren, ist dabei ebenso unstrittig 2 wie die entsprechende 1. Vgl. Thomas Kaufmann, Luthers ,Judenschriften`. Ein Beitrag zu ihrer Kontextualisierung, Tübingen 2011, S. 140. Dass ein in Sorgfalt gewonnenes Urteil freilich jeglichen Schnellschüssen widersprechen muss, die darauf abzielen, direkte Linien zu ziehen zwischen Luthers Äußerungen über die Juden und den Verbrechen des Nationalsozialismus, steht auf einem anderen Blatt. ­ Die im Folgenden verwendeten Abkürzungen ,,WA", ,,WA.DB" und ,,WA.TR" beziehen sich auf die Weimarer Lutherausgabe. Sie stellt ­ wenn nicht explizit anders vermerkt ­ die Textgrundlage der vorliegenden Studie mit Blick auf Luthers Schriften dar: Martin Luther, Werke. Kritische Gesamtausgabe, Weimar 1883 ff. (ND: 2000­2007). 2. Vgl. Hans Joachim Hillerbrand, Martin Luther and the Jews, in: James H. Charlesworth (Hg.), Jews and

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Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation Historyde Gruyter

Published: Oct 1, 2015

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