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Der Moment der Entscheidung? Die Einführung der Reformation in Nürnberg als Ergebnis von Minimalentscheidungen

Der Moment der Entscheidung? Die Einführung der Reformation in Nürnberg als Ergebnis von... Der Moment der Entscheidung? Die Einführung der Reformation in Nürnberg als Ergebnis von Minimalentscheidungen Von Hanna Goyer I. EINLEITUNG Lohnt es sich aktuell noch zur Reformationsgeschichte der Reichsstädte zu forschen? Ist nicht längst alles gesagt? Schließlich füllen Publikationen über die städtische Reformation dutzende Regalmeter in den Bibliotheken. Doch hier lohnt sich ein Blick in ebendiese „Klassiker“ der deutschen Reformations - geschichtsforschung, denn was für diese eindeutig und selbstverständlich war, muss heute wieder hinterfragt werden: Der Moment und die Modalitäten der Hinwendung zur Reformation. Schaut man nämlich auf die Darstellung dieses Moments, dann fällt auf, dass die historische Forschung im Zusammenhang der frühen städtischen Reformation zwar häufig von Entscheiden spricht, aber sowohl den Begriff selbst in seinem Bedeutungsgehalt als auch die damit ver - bundenen Handlungen nicht näher reflektiert bzw. problematisiert. Beispiel - haft sei dies am Fall der Reichsstadt Nürnberg gezeigt, die sich als erste offen der lutherischen Bewegung anschloss. Berndt Hamm sieht in Nürnberg ein „Zusammenspiel von […] geistiger, kirchlicher und theologischer Ausstrahlung und früher Entschiedenheit in der brisanten religiösen Gewissensfrage, das der städtischen Reformation ihre einzigartige Dynamik innerhalb der Gesamtrefor- mation verlieh.“ Kurz und prägnant sieht Peter Blickle im städtischen Reli - gionsgespräch „Nürnbergs Entscheidung zur Reformation“. http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation History de Gruyter

Der Moment der Entscheidung? Die Einführung der Reformation in Nürnberg als Ergebnis von Minimalentscheidungen

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Publisher
de Gruyter
Copyright
© 2018 by Gütersloher Verlagshaus
eISSN
2198-0489
DOI
10.14315/arg-2018-1090112
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Abstract

Der Moment der Entscheidung? Die Einführung der Reformation in Nürnberg als Ergebnis von Minimalentscheidungen Von Hanna Goyer I. EINLEITUNG Lohnt es sich aktuell noch zur Reformationsgeschichte der Reichsstädte zu forschen? Ist nicht längst alles gesagt? Schließlich füllen Publikationen über die städtische Reformation dutzende Regalmeter in den Bibliotheken. Doch hier lohnt sich ein Blick in ebendiese „Klassiker“ der deutschen Reformations - geschichtsforschung, denn was für diese eindeutig und selbstverständlich war, muss heute wieder hinterfragt werden: Der Moment und die Modalitäten der Hinwendung zur Reformation. Schaut man nämlich auf die Darstellung dieses Moments, dann fällt auf, dass die historische Forschung im Zusammenhang der frühen städtischen Reformation zwar häufig von Entscheiden spricht, aber sowohl den Begriff selbst in seinem Bedeutungsgehalt als auch die damit ver - bundenen Handlungen nicht näher reflektiert bzw. problematisiert. Beispiel - haft sei dies am Fall der Reichsstadt Nürnberg gezeigt, die sich als erste offen der lutherischen Bewegung anschloss. Berndt Hamm sieht in Nürnberg ein „Zusammenspiel von […] geistiger, kirchlicher und theologischer Ausstrahlung und früher Entschiedenheit in der brisanten religiösen Gewissensfrage, das der städtischen Reformation ihre einzigartige Dynamik innerhalb der Gesamtrefor- mation verlieh.“ Kurz und prägnant sieht Peter Blickle im städtischen Reli - gionsgespräch „Nürnbergs Entscheidung zur Reformation“.

Journal

Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation Historyde Gruyter

Published: Sep 1, 2018

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