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Das Lupercalia-Fest im augusteischen Rom: Performativität, Raum und Zeit

Das Lupercalia-Fest im augusteischen Rom: Performativität, Raum und Zeit Das Lupercalia-Fest im augusteischen Rom: Performativitt, Raum und Zeit Darja Sterbenc Erker Einleitung Dieser Beitrag widmet sich der rituellen sowie literarischen Konstituierung der Raumwahrnehmung im antiken Rom. Es wird untersucht, wie mentale Raumbilder durch religiçse Zuweisung und Definition in dieser vormodernen Gesellschaft entstanden. K. Brodersen interpretiert die „kognitiven Karten“ (mental maps) als eine bedeutende Grundlage der antiken Raumvorstellungen. J. Smith rckt die rumliche Dimension ins Zentrum der Erforschung von Religion, indem er hervorhebt, dass sich ein Individuum und eine Gesellschaft durch die Wahrnehmung des Raumes konstruieren. Die Frage nach diesen „Karten im Kopf“ sowie nach den landmarks, Orientierungspunkten, in rçmi- schen Ritualen ist ein Forschungsdesiderat, dem die vorliegende Untersuchung anhand der augusteischen Texte ber das Lupercalia-Fest nachgehen wird. Die rumliche Konstruktion der Stadt durch religiçse Rituale wird beleuchtet sowie die Verschriftlichung dieser Rituale. Das zentrale Augenmerk wird zwei Medien der Raumkonstruktion gelten, einerseits den Ritualen, die den Raum fr alle Teilnehmer und Beobachter markierten, und andererseits der Literatur, in der antike Autoren ber das rituelle Vorgehen reflektierten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die mentalen bzw. die kognitiven Raumvorstellungen durch den medialen Wandel (von Ritual zu Literatur) verndern. Die stadtrç- mische Raumkonstruktion wird vor allem in der antiquarischen http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Archiv für Religionsgeschichte de Gruyter

Das Lupercalia-Fest im augusteischen Rom: Performativität, Raum und Zeit

Archiv für Religionsgeschichte , Volume 11 (1): 34 – Nov 16, 2009

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Publisher
de Gruyter
Copyright
©2012 by Walter de Gruyter GmbH & Co.
ISSN
1868-8888
eISSN
1868-8888
DOI
10.1515/9783110208962.2.145
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Abstract

Das Lupercalia-Fest im augusteischen Rom: Performativitt, Raum und Zeit Darja Sterbenc Erker Einleitung Dieser Beitrag widmet sich der rituellen sowie literarischen Konstituierung der Raumwahrnehmung im antiken Rom. Es wird untersucht, wie mentale Raumbilder durch religiçse Zuweisung und Definition in dieser vormodernen Gesellschaft entstanden. K. Brodersen interpretiert die „kognitiven Karten“ (mental maps) als eine bedeutende Grundlage der antiken Raumvorstellungen. J. Smith rckt die rumliche Dimension ins Zentrum der Erforschung von Religion, indem er hervorhebt, dass sich ein Individuum und eine Gesellschaft durch die Wahrnehmung des Raumes konstruieren. Die Frage nach diesen „Karten im Kopf“ sowie nach den landmarks, Orientierungspunkten, in rçmi- schen Ritualen ist ein Forschungsdesiderat, dem die vorliegende Untersuchung anhand der augusteischen Texte ber das Lupercalia-Fest nachgehen wird. Die rumliche Konstruktion der Stadt durch religiçse Rituale wird beleuchtet sowie die Verschriftlichung dieser Rituale. Das zentrale Augenmerk wird zwei Medien der Raumkonstruktion gelten, einerseits den Ritualen, die den Raum fr alle Teilnehmer und Beobachter markierten, und andererseits der Literatur, in der antike Autoren ber das rituelle Vorgehen reflektierten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die mentalen bzw. die kognitiven Raumvorstellungen durch den medialen Wandel (von Ritual zu Literatur) verndern. Die stadtrç- mische Raumkonstruktion wird vor allem in der antiquarischen

Journal

Archiv für Religionsgeschichtede Gruyter

Published: Nov 16, 2009

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